Hilfe und Unterstützung für Tansania

Herr Kahl, die Redaktion der Premium Post vor Ort hat erfahren, dass Sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in Tansania engagieren. Wie kam es dazu?

Anfang der 90-er Jahre habe ich an einer Reise, die durch unsere Gemeinde organisiert wurde, nach Tansania teilgenommen. Dabei ging es vor allem darum, dass wir uns vor Ort ein Bild machen wollten, wie unsere Spendengelder eingesetzt wurden. Diese erste Begegnung mit dem Kon­tinent und den Menschen, die dort leben, hinterließ bleibende Eindrücke, so dass ich nur bestätigen kann: „Einmal Afrika, immer Afrika“. Wie sieht Ihre Hilfe konkret aus?

Ein ganz wichtiges Anliegen unserer Tätigkeit ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Durch mein persönliches Know-how als Architekt kann ich mich hier bei vielen Projekten einbringen, so zum Beispiel bei der Planung der Rundkirche Magnificat in Sanya Juu und der Kirche in Himo oder beim Bau des Amanihauses, einer deutsch-afrikanischen Begegnungsstätte mit Museum.

Aber auch als Reiseleiter bieten sich vielfältige Möglichkeiten. Natürlich unterstütze ich auch Spendensammlungen und Benefizkonzerte, deren Erlöse ebenfalls den Menschen in Tansania zugute kommen. Was verbindet Sie mit den Menschen in Afrika? Durch unsere vielfältigen Aktivitäten hat sich ein großes Verständnis für-einander entwickelt, dass durch Gemeinschaft und Kameradschaft ge­prägt ist. Ich sehe in der gemeinsamen Arbeit, wobei ich noch einmal unsere Hilfe zur Selbsthilfe hervorheben möchte die große Chance und gleichzeitig auch eine Herausforderung für beide Seiten. Beeindruckt sind wir auch immer wieder von der Natürlichkeit, der Freundlichkeit und der großen Dankbarkeit der Menschen.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Da ist zum Einen die weitere Ausgestaltung des Amanihauses, dessen Planung und fachliche Betreuung ich übernommen habe. Hier können sich Deutsche und Afrikaner in einer ganz wunderbaren Atmosphäre zum Gedanken- und Kulturaustausch treffen. Des Weiteren wirken wir derzeit auch aktiv mit beim Aufbau eines Museums, das einfache afrikanische Gebrauchsgegenstände zeigen soll, damit diese nicht in Vergessenheit geraten. In Planung ist ein Massai-Mädchenhaus.

Herr Kahl, ganz herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns einen kleinen Einblick in Ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu geben. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.


M.-W. Kahl im Gespräch mit Bischof Isaac Amani Massawe


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