Papstgesandter Franzisko Padilia und Bischof Isaak Amani besuchen Himo


In Himo ist die Freude groß: Über den Freundschaftsbesuch aus Kronberg, vor allem
aber über den Speisesaal für die Kinder und das Kochhaus. Foto: privat

Tansania/Kronberg. – Am letzten Samstag im Oktober weihten Nuntius Franzisko Padilia und Bischof Isaak Amani im Rahmen eines Festaktes die Dining Hall und das Cooking House in Himo in Tansania ein.
Eine Kronberger Delegation, angeleitet vom Kronberger Architekten Max-Werner Kahl, war Zeuge, wie die von den Exzellenzen vorerst letzten größeren Bauprojekte in Himo eingeweiht wurden. Etwa 20 Liter Weihwasser kamen zum Einsatz für Dining Hall und Kochhaus. Nach dieser intensiven Segnung der Häuser steht nun einer erfolgreichen Nutzung durch die Schulkinder nichts mehr im Wege.
Das von Kronberg aus geplante und finanziell mit unterstützte Bauprojekt war im Nachgang von der neuen, kürzlich errichteten Paul Albert-Simon Schule, als besonderer Wunsch der tansanischen Behörde ergänzend realisiert worden. Die etwa 350 Schulkinder haben jetzt die Möglichkeit, das ihnen angebotene, warme Essen nicht mehr vom Fußboden, sondern in einem geschützten Bereich sitzend einzunehmen. Der ehemalige Städel-Schüler, Benediktinerpater Polykarp Ühlein hat in der Dining Hall mit seinem Studenten Sigfried Jordan Hittu ein zirka 35 Quadratmeter großes Wandgemälde geschaffen. Darauf sind Begegnungen zwischen Jesus und Kindern dargestellt. Die Kinder, welche später nach Schulabschluss die Schule wieder verlassen müssen, werden sich an die eindrucksvoll gemalten Botschaften sicherlich gerne zurückerinnern. Joanna Mallya, Projektleiterin in Himo, erläuterte das Deutsch-Afrikanische Kunstwerk und bedankte sich herzlich bei den Kronbergern für die großzügigen Spenden.

Monsunregen, Ertüchtigung Kirchendach

Ein weiterer Grund dieser kurzen Afrikareise war die Besichtigung des 13 Jahre alten Magnificat-Kirchendaches. Starker Monsunregen war unter die Dachhaut gelangt und hatte die Statik der 16 Holzbinderkonstruktion negativ beeinflusst. „Im Knotenpunkt, Mittelpunkt des mehr als 1.000 Quadratmeter großen, stützenfreien Daches, kommen etwa 200 Tonnen an Kräften zusammen. Das entspricht zirka dem Gewicht von 200 Personenkraftwagen“, erklärt Kahl.
Max-Werner Kahl hatte den Darmstädter Prüfingenieur Dr. Wilhelm Schulenberg nach Sanja Yuu mitgenommen, um sich vor Ort über den statischen Zustand des Kirchendaches zu informieren. Das Ergebnis: dass die 30 Meter überspannende Holzkonstruktion aus Eukalyptusholz in diversen Bereichen ertüchtigt werden muss. Die Blecheindeckung ist verbraucht, im Rahmen der Reparaturarbeiten wird die abgehängte Holzdecke ebenfalls erneuert werden müssen. Es wird mit Kosten von zirka 45.000 Euro oder umgerechnet 110.250.000 TS (Tansanischen Schillingen) gerechnet.
Bis zum Abschluss der Bauarbeiten müssen die 380 Sekundarschüler auf ihre tägliche 6.20 Uhr-Frühmesse in der Magnificat-Kirche verzichten. Ob die Holy-Spirit Sisters das Projekt alleine stemmen können, ist mehr als fraglich. Nach dem Monsunregen soll mit den Bauarbeiten ab Januar begonnen werden.
„Der verstorbene Kronberger Pfarrer Paul-Albert Simon, der diesen Kirchenbau sehr forciert hatte, würde garantiert folgendes Spendenkonto bekanntgeben“, meint Max-Werner Kahl abschließend augenzwinkernd.
Spendenkonto : Heilig Geist Schwestern Internationale Leitung e.V. Volksbank Frankfurt, DE 38501900000300453260, BIC FFVBDEFF



Starker Monsunregen ist unter die Dachhaut gelangt und hat die Statik
der Holzbinderkonstruktion negativ beeinflusst. Foto: privat


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